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German Translations of Scottish History
Die Douglases von Angus


Die ursprüngliche Grafschaft Angus war eine der ältesten Titel des Königreiches. Die ersten Herrscher des Gebietes, das Angus oder auch Mearns genannt wurde und das entlang der Ostküste Schottlands vom Tay bis zum Dee reichte, regierten mit größter unabhängiger Autorität und trugen den Titel von Mormaor; doch wenig oder nichts ist von ihrer Geschichte bekannt. Die Einwohner waren als wilde und kriegerische Rasse bekannt und widerstanden erfolgreich den Versuchen schottischer Könige die Provinz unter ihre Herrschaftsmacht zu stellen. Zwei dieser Könige verloren sogar ihr Leben in den Kämpfen mit den Männern aus Mearns. Einer von ihnen war Kenneth III., der unter einem Vorwand den Sohn des Mormaor der Provinz zu Dunsinnan hinrichten ließ. Aus Rache für diese Tat wurde er zu Fetterncairn ermordet - berichtet die "Cronicle of the Picts and Scots" - durch Verrat von Finella, Tochter von Cunchar, deren einzigen Sohn er umgebracht hatte.

Der erste der Herrscher der Provinz Angus der den Titel Earl erhielt war Gilchrist. Eine sonderbare Geschichte über ihn ist Buchanan aus einer alten Chronik zusammengestellt. Für einen großen Dienst den er für die Krone ausführte, erhielt er die Hand der Schwester des Königs zur Heirat. Sie erwies sich allerdings als untreu gegenüber ihrem Ehe-Versprechen und er ließ sie daraufhin töten. Dieser Mord machte den König - William der Löwe - so wütend auf Gilchrist, dass er seine Burgen zerstörte, seinen Besitz beschlagnahmte und ihn aus dem Königreich verbannte. Der Earl flüchtete nach England; doch in dem Vertrag zwischen William und dem englischen König Heinrich wurde festgesetzt, dass keiner der beiden des anderen Feind schützen solle. Der im Exil lebende Adlige war deshalb gehalten England zu verlassen und kehrte mit seinen beiden Söhnen nach Schottland zurück, wo er von Ort zu Ort zog und in großer Armut und Not lebte. Eines Tages wurden sie vom König in der Nähe Perth´s in der Verkleidung von Bauern gesehen. Ihr Angesicht schien nicht diesem Stand zu entsprechen und als sich der König näherte, verließen sie den Weg um eine Entdeckung zu verhindern. Ihr offensichtlicher Wunsch den König zu meiden, weckte Williams Neugier und er veranlasste, dass die drei Männer zu ihm gebracht wurden. Auf seine Frage, wer sie wären, kniete Gilchrist vor dem König nieder und bekannte ihm seine beklagenswerte Verfassung. William war so sehr von der Geschichte betroffen, dass er nicht nur dem Earl verzieh sondern ihn auch in seine vormaligen Ehren und Besitz einsetzte.
Gilchrist wurde von seinem Sohn Gilibrede gefolgt, der zweiter Herrscher mit dem Titel Earl wurde. Gilibrede nahm an der Schlacht der Standarten unter David I. teil und war einer der zwanzig Barone, die zur Erfüllung des Vertrages zwischen dem englischen König und William dem Löwen als Geiseln gegeben.

Die Grafschaft ging 1243 an Gilbert de Umfraville, Lord of Redesdale, Prudhoe und Harbottle in Northumberland, durch dessen Heirat mit der Erbin, der Tochter des fünften Earl`s der ursprünglichen Familie. Sein Sohn, mit gleichem Namen, war Statthalter der Burgen von Dundee und Forfar, als der Regent 1291 das Königreich und seine Festungen an Edward I. übergab. Das Verhalten von Gilbert de Umfraville in dieser Notlage offenbarte einen vernünftigen Gegensatz zu dem unpatriotischen Geist, den die anderen Barone zeigten. Er erklärte, dass er die Burgen von der schottischen Nation erhalten hätte und er sie nicht ohne eine Absicherung an den König von England übergeben würde. Um seine Einwände zu beseitigen wurde ein Entschädigungsschreiben abgezeichnet durch Edward, den Competitors und den Guardians. Als er dieses Dokument erhielt übergab Gilbert Dundee und Forfar an den englischen König. Danach verließ er aber die patriotische Sache und wandte sich verräterisch, kurz vor der Schlacht von Falkirk 1298 mit dem Earl of Dunbar, der Seite von Edward zu. Die Informationen, die die beiden Adligen dem englischen König übermittelten, retteten dessen Armee vor einer großen Gefahr. Gilbert starb 1307.

Robert de Umfraville, Sohn und Nachfolger von Earl Gilbert, wurde von Edward II. zum Guardian von Schottland im Jahre 1308 ernannt und wiederum von König Robert the Bruce für seine englischen Interessen verächtet.

Die Grafschaft wurde Sir John Stewart of Bonkil gegeben, der vom zweiten Sohne Alexanders, High Stewart von Schottland, abstammte. Nach dem Tode Thomas, dem dritten Earl of Angus der Stewart Familie im Jahre 1377 ohne eigenem Nachkommen, ging der Titel an seine Schwester Lady Margaret. Sie trat 1389 zurück und König Robert II. gewährte die Grafschaft von Angus, mit der Lordschaft über Abernethy in Perthshire und der Lordschaft von Bonkil in Berwickshire an George Douglas, dem illegetimen Sohn von William, dem ersten Earl of Douglas, ihrem Schwager.

George Douglas, erster Earl of Angus der Douglas Familie, heiratete die zweite Tochter Robert III., und wurde bei der Schlacht von Homildon 1402 gefangengenommen und starb im gleichen Jahr in England an der Pest. Aus dem Leben seiner beiden unmittelbaren Nachfolgern sind keine besonderen Bemerkungen erwähnenswert.

Nach dem Tode von James, den dritten Earl, der keine Nachkommen hatte, ging der Titel und der Besitz an George Douglas, den zweiten Sohn des zweiten Earls, der einige wichtige Ämter innehatte und den königlichen Streitmächte im Kampf gegen den Earl of Douglas befehligte und dessen Ländereien und Lordschaft von Douglas er durch die Verwirkung diesen beachtlichen und turbulenten Adligen erhielt. Der Earl, der eine hohe militärische Reputation hatte, erhielt das Amt des Lieutenant-Generals des Königreichs nach dem Tode James II. Während des Rosenkrieges brachte er vor den Augen der Yorkisten die französische Garnison von Alnwick auf. Im Jahre 1462 verstarb er. Sein Sohn Archibald Douglas, fünfter Earl of Angus, wurde der mächtigste Edelmann im Königreich und wurde im allgemeinen der "Great Earl" gerufen. Er war vierzehn Jahre alt, als er seinem Vater folgte. Nachdem er die Reife erlangte erwies er sich als nicht mehr königstreu als der ältere Zweig seiner Familie.

Als der Duke of Albany sich mit dessen Bruder, König James III., stritt und nach England floh, nahm Angus teil an dem verräterischen Vertrag den Albany mit dem englischen König schloss und ihm Eskdale, Annandale und Liddesdale abtrat, als Gegenzug für dessen Hilfe ihn zum König von Schottland zu machen. Der junge Earl (in seinem achtundzwanzigsten Jahr) war der Anführer der unzufriedenen Adligen, die empört waren über die Vorliebe des Königs für Architekten, Musiker und Maler und beschlossen, sich der Person des Königs habhaft zu werden und ihre Rache auf seine Lieblinge zu erstrecken. Eine Musterung ihrer feudalen Macht zum zwecke eines Einmarsches in England zur Vergeltung für die Verwüstungen die eine englische Armee in Schottland getätigt hatte, bot ihnen eine günstige Gelegenheit ihren niederträchtigen Plan zum Erfolg zu bringen. Auf ihren Marsch zu den Border hielt die Armee in der Nacht zu Lauder und am nächsten Morgen hielten die Hauptverschwörer einen geheimen Rat in der Kirche ab um die unmittelbare Durchführung ihrer Absichten zu beraten. Sie waren sich einig, was zu tun sein, doch zögerten sie noch ob der besten Methode des Vorgehens. Lord Gray, beschreibt Godscroft den Vorfall, "begehrte das Wort und erzählte ihnen die Fabel von den Mäusen, die sich fragten, wie sie in einer öffentlichen Versammlung sicher vor den Überaschungen durch die Katze sein könnten und einen sehr guten weg fanden, welcher war, der Katze eine Glocke um den Nacken zu hängen, die bimmeln würden wenn sie schritt und so sie warnten vor ihrer Annäherung. Doch als es zu der Frage kam, wer es unternehmen würde die Glocke über der Katze Nacken zu binden, fand sich keine Maus, die einen "Pieps" von sich gab." Als Gray fertig war sprang Angus auf und rief, "ich werde die Katze läuten" - ein Spruch der seinen Beinamen "Archibald-Bell-the-Cat" begründete, durch den er später familiär bezeichnet wurde. Cochrane und die anderen königlichen Günstlinge wurden sofort ergriffen und in sehr grausamer Weise an der Brücke von Lauder erhängt. Nach diesen brutalen und ungerechten Morden kehrten die Hauptverschwörer in die Hauptstadt zurück und trugen mit sich ihren unglücklichen Souverän und hielten ihn fast wie einen Gefangenen im Castle von Edinburgh.

Eine vorübergehende Versöhnung zwischen dem König und seinem Bruder, der daraufhin mit Ämtern und Besitzungen überhäuft wurde, hinderte Albany nicht, seine verräterischen Intrigen mit dem englischen König zu erneuern. Der Earl of Angus, Lord Gray und Sir James Liddal wurden nach England gesandt um einen geheimen Vertrag mit den Unterhändlern Edward`s IV. zu verhandeln, in dem zu gewissen Bedingungen Edward Albany im Wettstreit um die Krone Schottlands helfen sollte. Angus und seine Komplizen versprachen im Falle des Todes Albany`s ohne Erben, dass sie ihre Burgen gegen James, der jetzt König von Schottland war, sichern würden und versprachen "Treue zu ihrem guten und gnädigen Prinzen, dem König von England." Sobald diese schändlichen Aktivitäten bekannt wurden, sammelten sich ein großer Teil der Barone, die bisher unfreundlich gegenüber dem König gestimmt waren, um den Thron und ermöglichten James sich erfolgreich gegen die Verschwörung der Konspiranten gegen die Unabhängigkeit des Königreiches zu wehren. Angus wurde gezwungen von seinen Ämtern als Lord Justiciar der Südseite des Forth, als Stewardry von Kirkcudbright, als Sheriff von Lanark und von seinem Kommando der starken Feste Thrieve zurückzutreten. Die übrigen Hauptmittäter wurden zur gleichen Zeit aus ihren Ämtern und Würden entzogen. Kurz danach wurde die Verschwörung gegen die königliche Gewalt erneuert und der Earl of Angus und Lord Gray wurden die Anstifter dieser neuen Rebellion, die zum Sturz und Tode ihres unglücklichen Souveräns führte. Angus war Anführer der aufständischen Streitmacht in der Schlacht von Sauchieburn, bei der die königliche Armee geschlagen und James bei der Flucht vom Schlachtfeld erschlagen wurde.

König James IV., zu der Zeit ein Jugendlicher von 16 Jahren, wurde verführt an dem Aufstand gegen seinen Vater teilzunehmen, doch als er älter wurde, fühlte er Reue, dass er selbst zum Werkzeug einer selbstsüchtigen und skrupellosen Fraktion geworden war und zog sich allmählich von den Aufrührern zurück. Es war wahrscheinlich die Kälte, mit der er nun Angus begegnete, dass dieser alte Intrigant und Verräter seines Landes, ein neues Komplott gegen seinen jungen König mit Heinrich VII. von England schmiedete und sich schließlich für eine Saison nach England begab. Den König erreichte wahrscheinlich Kenntnis von diesem Verrat, denn als der Earl nach Schottland wurde er gefangen genommen auf seiner Burg Tantallon. Als Preis für seine Freilassung wurde er gezwungen die Lordschaft von Liddesdale und die starke Festung Hermitage gegen die Lordschaft von Kilmarnock zu tauschen. Dieser Tausch war eine erhebliche Verschlechterung der Größe und der Macht der Douglas-Familie. Das Missfallen des Königs stieg noch durch die Ermordung von Spens of Kilspindie, einem beliebten Höfling, der bei einem Treffen mit Angus von diesem getötet wurde.

Das Ereignis, das von Godscroft beschrieben ist, stellt ausgezeichnet den Charakter des wilden und unentwegten Edelmannes wie auch die stürmische und gewalttätige Zeit dar: - Der König sprach zu der Zeit bei Tische von den Persönlichkeiten seiner Männer und von allen wurde das Vorrecht dem Earl of Angus verliehen. (Sir Walter Scott beschrieb Bell-the-Cat in seinen alten Tagen in "Marmion" wie folgt: - "Seine gigantische Gestalt, wie ein ruinöser Turm, Obwohl schlaffer die Muskeln einst gepriesen, Hochbeinig und groß, grimmig und hager, Scheinend über den prächtigen Schauplatz herabgesetzt, Seine Locken und Bart in Silber gewachsen, Seine Augenbrauen haltend die Farbe des Zobel.") Ein Höfling, ein Spens of Kilspindie ... warf ein Wort von geringschätzigem Zweifel hinein: "Es ist wahr", sagte er, "wenn alles gut ist, das wahrgenommen.", meinend, dass seine Taten und Tapferkeit verantwortlich waren für seine Persönlichkeit. Dies war offen gesprochen und kam zu Ohren des Earls, der hierdurch auf höchste gereizt. Kurz danach geschah es, als der Earl von Douglas nach Tantallon ritt, er seine Gefolgschaft auf den kürzesten Weg sandte und er selbst mit nur einem seiner Diener, jeder einen Falken auf der Faust, in der Hoffnung auf gute Jagd, seinen Weg von Bothwick nach Fala nahm, wo sie im Bach am westlichen Ende der Stadt ihre Falken badeten. Zwischenzeitlich kam dieser Spens des Weges und als der Earl ihn erblickte sagte er zu seinem Diener, "Ist dies nicht jener, der meine Ehre in Frage gestellt hatte? Ich will zu ihm gehen damit wir erfahren, wer der bessere Mann von uns ist." "Nein, mein Herr", sagte sein Diener, "es ist eine Herabsetzung für Euch, sich mit ihm einzulassen." ... "Ich sehe", sagte der Earl, "er hat einen mit sich, es soll dein Teil sein mit diesem zu kämpfen während ich mit seinem Meister verhandle." So befestigten sie ihre Falken und ritten ihm nach. "Welchen Grund habt ihr", sprach der Earl zu ihm, "so gering von mir bei dieser Gelegenheit zu sprechen?" Als der andere ausführte einen Grund, sagte Angus ihm, dies würde nichts ändern. "Ihr seid ein großer Kerl und ich bin es auch; einer von uns wird dafür bezahlen." Der andere antwortete, "Wenn es dann sein muss, werde ich mich verteidigen so gut wie ich kann." ... Demgemäß stiegen sie von ihren Pferden, fochten eine gewisse Zeit bis letztlich der Earl of Angus Spens Oberschenkel durchtrennte, so dass dieser zu Boden fiel und bald darauf verstarb.

Es war keine leichte Aufgabe für einen Monarchen von nur zwanzig Jahren die königliche Macht über solch turbulente und ungesetzliche Adlige aufrechtzuerhalten. Das fortschreitende Alter schien aber das feurige und wilde Naturell von Bell-the-Cat zu besänftigen und von dieser Zeit an handelte er in friedlicher und pflichtbewußter Absicht. James, bei dem er nun in hoher Gunst stand, verlieh ihm im Jahr 1493 das Amt des Kanzlers, das er fünf Jahre bekleidete.

Er begleitete den König bei dessen unberechtigten und desaströsen Einmarsch in England 1513 und protestierte ernstlich gegen die hastige und unkluge Entscheidung James den Angriff der Engländer zu Flodden zu erwarten. Der König war so wütend über den Protest des alten Kriegers, dass er verächtlich antwortete, "Angus, wenn Ihr Angst habt, so dürft Ihr nach Hause gehen." Der Earl brach hierüber in Tränen aus und entfernte sich traurig sagend, "Wenn mein vergangenes Leben mich nicht frei von solchen Verdächtigungen gemacht hat, weiß ich nicht, wie man es machen kann: so lange mein Körper fähig war, habe ich nie gespart in der Verteidigung meines Landes oder der Ehre meines Souveräns. Doch nun, seit das Alter meinen Körper unbrauchbar für die Schlacht werden ließ und mein Rat verschmäht wird, lasse ich meine beiden Söhne und die Vassallen von Douglas auf dem Feld, hoffend dass meine dunklen Ahnungen nicht eintreffen." Der Earl verließ das Lager noch in der Nacht, doch seine beiden Söhne George, Master of Angus und Sir William Douglas of Glenbervie mit zweihundert Herren des Namens Douglas blieben und fielen in der Schlacht.

Earl Archibald, mit gebrochenen Herzen ob der Katastrophe seines Hauses und seines Landes, zog sich in das Kloster St. Mains in Galloway zurück, wo er zwölf Monate nach der Schlacht von Flodden im 61. Lebensjahr verstarb. Der Historiker der Familie erwies dem "Great Earl" die glühendsten Lobreden; ein Mann vollendet von Körper und Geist. "Er war von hoher Statur und großer Stärke", sagte er, "sein Angesicht voller Würde; weise und beredet, aufrecht und fest in seinen Taten; sachlich und moderat in seinen Wünschen; tapfer und mutig; ein Mann der Tat und von Verstand, freigiebig, liebevoll und freundlich zu seinen Freunden, was ihn beliebt, geehrt und pespektiert bei allen machte." Master David war gefällig zuzugeben, "einen Fehler hatte er, er gab den Frauen zuviel; andernfalls wurde wenig oder gar nichts bei ihm vermisst."

Gawain Douglas, Bischof von Dunkeld, war der dritte Sohn von Earl Archibald und schon im jungen Alter im Pfarrhaus von Hawick erzogen worden. 1509 wurde er von James IV. zum Dekan des Collegiate Church of St. Giles in Edinburgh ernannt. Einige Monate nach der Schlacht von Flodden wurde er von der Königin-Witwe zum Erzbischof von St. Andrews bestellt. Hier wurde er scharf bekämpft durch Hepburn, Prior von St. Andrews und durch Forman, Bischof von Moray und Douglas trat angewidert von dem unziemlichen Streit zurück. Im folgenden Jahr wurde er von der Königin zum Bischof von Dunkeld bestellt und erhielt eine päpstliche Bulle zu seinem Gunsten. Doch er wurde bald für mehr als ein Jahr inhaftiert, mit der Beschuldigung, die Gesetze des Königreiches durch das Beschaffen der Bulle aus Rom verletzt zu haben. Nach seiner Freilassung versuchte sein rivalisierender Mitstreiter, der Bruder des Earl of Athole, den Besitz des episkopalen Palastes und der Kathedrale durch Waffengewalt zu erlangen. Douglas erhielt das Eigentum am Ende ohne Blutvergießen und erfüllte seine Pflichten in dem Amt mit beispielhaften Fleiß und großer Treue. Er zeichnete sich aus durch seine Taten der Nächstenliebe und Großzügigkeit, sowie seine Bemühungen den Frieden des  Landes zu erhalten.

Er machte einen lobenswerten und uneigennützigen Versuch zwischen den rivalisierenden Fraktionen der Douglas und Hamiltons vor dem berühmten Geplänkel des "Clear the Causey" am 30. April 1520 in Edinburgh zu vermitteln. Auf das Ersuchen seines Neffen Angus hin, wartete er auf Erzbischof Beaton, dem Kanzler, dessen Nichte Arran das Oberhaupt der Hamiltons geheiratet hatte, und bat diesen als einen Kirchenmann und als den offiziellen Bewahrer der Gesetze des Königreiches als ein Friedenstifter zu handeln. Beaton hatte sich auf das Treffen vorbereitet, in dem er unter seinen Mantel eine Rüstung trug und antwortete auf den Appell von Douglas, "Bei meinem Gewissen, ich weiß nichts von der Sache", und schlug zugleich mit der Hand auf seine Brust, was einen rasselnden Klang hervorrief. "Mein Herr", erwiderte Douglas sarkastisch, "Euer Gewissen klappert." Nach dieser scharfen Rüge eilte er zu seinem Neffen und erzählte ihm, dass er das beste für sich selbst mit seinen Waffen tun musste. "Und ich", fügte er hinzu, "werde in mein Zimmer gehen und für dich beten." Der Konflikt endete in der vollständigen Niederlage der Hamiltons, die die Aggressoren waren, und Erzbischof Beaton, der Zuflucht genommen hatte in der Kirche des Mönchsklosters, wurde ergriffen durch die siegreiche Partei und wäre auf dem Fleck erschlagen worden wenn nicht der Bischof von Dunkeld dazwischengetreten wäre.

1521 verschlechterte sich die Situation für die Partei von Angus und Bischof Douglas mit seinem Neffen mussten Zuflucht am englischen Hof nehmen, wo sie gastfreundlich aufgenommen wurden und der Bischof dort die Gesellschaft von Polydore Virgil und anderen bedeutenden Scholaren genoss. Die herrschende Fraktion in Schottland verunglimpfte den Bischof am 21. Februar 1522 als Verräter, entzog ihm die Einnahmen aus der Kathedrale und bat den Papst, die Berufung des Verräters Gawain Douglas zum Erzbischof von Douglas zu verhindern. Der Bischof wurde infolgedessen nach Rom zitiert, doch bevor er dieser Ladung folgen konnte, starb er an der Pest in London. Er hinterließ verschiedene Gedichte mit großen Meriten. Sein Hauptwerk ist eine kunstvolle und malerische Allegorie mit dem Titel "King Hart", mit der er beabsichtigte die Entwicklung des menschlichen Lebens darzustellen. Sie ist genial, doch schwer und voll von Stabreimen. Die längste und ursprünglichste Fassung ist "Der Palast der Ehre", der viel Kenntnis und Fantasie zeigt; doch ist sie verdorben durch einige unpassende Stellen und langweilige und verwirrte Passagen.

Archibald Douglas of Kilspindie, vierter und jüngster Sohn von Archibald-Bell-the-Cat schien einer der fähigsten und energischten seiner Familie zu sein. Er wurde zum Dekan von Edinburgh im Jahr 1520 und zum Obersten Schatzmeister Schottlands im Jahr 1526 bestellt. Er war berühmt für seine große Kraft und seine Fähigkeiten in kriegerischen Übungen und erwarb sich die Zuneigung James V. in dessen Kindheit, der ihn seinen "Grey Steill" nannte, nach dem berühmten Meister in dem Roman "Sir Edgar und Sir Grime". Doch nachdem der König aus der Obhut des Earl of Angus fliehen konnte, wurden Kilspindie und der Rest der Douglasses alle Rechte aberkannt und ihr Besitz verwirkt durch das Parlament am 5. September 1528 und sie alle waren gezwungen Zuflucht in England zu nehmen.

Eine bewegende Geschichte weiß Godscroft über die Behandlung zu erzählen, die Archibald Douglas von König James erhielt. "Archibald war verbannt nach England, doch konnte er nicht gut umgehen mit dem Humor dieser Nation, die er für zu stolz hielt und von denen er dachte, dass sie eine zu hohe Meinung von sich selbst hätten verbunden mit einer Geringschätzung von allen anderen. Deshalb und dieses Lebens überdrüssig, zumal sich erinnernd der Gunst des Königs ihm gegenüber in früheren Tagen, entschloss er sich, des Königs Barmherzigkeit und Nachsicht zu versuchen.

So kam er nach Schottland und nahm die Gelegenheit beim Schopfe als der König im Park von Stirling jagte, warf sich ihm in den Weg als dieser zurück zur Burg kam. So bald der König ihn aus der Ferne sah, vermutete er wer er war und sagte zu einem seiner Höflinge, "Dort drüben, ist er nicht mein Grey Steill, Archibald of Kilspindie." Der Höflinge antwortete, dass dies nicht sein könne und er zudem nicht in des Königs Gegenwart kommen dürfe. Der König näherte sich und Archibald fiel auf die Knie, begehrte Gnade und versprach, sich von jetzt an nicht mehr in Staatsangelegenheiten einzumischen und ein ruhiges und privates Leben zu führen. Der König ging ohne ihm eine Antwort zu erteilen und trabte mit guten Tempo auf den Hügel; Kilspindie folgte ihm und obgleich er gerüstet, war er fast so schnell am Burgtor wie der König. Dort setzte er sich auf einen Stein und erbat von des Königs Dienern ein Becher zu trinken, da er müde und durstig. Doch diese, des Königs Missfallen fürchtend, gaben ihm nichts.

Als der König später beim Essen saß, fragte er, was Kilspindie getan, was er gesagt und wann er gegangen wäre. Es wurde ihm berichtet, dass er ein Getränk erbeten hätte und dieses ihm verweigert worden war. Der König tadelte sie scharf für ihre Unhöflichkeit und erzählte ihnen, dass, wenn er nicht geschworen hätte, dass ihm niemals mehr ein Douglas dienen solle, er ihn in sein Gefolge genommen hätte; da er ein Mann mit großen Fähigkeiten war. Er gab die Order, dass Kilspindie sich nach Leith begeben solle und dort seinen Anweisungen erwarten solle."

Später befahl ihm der König nach Frankreich zu gehen, wo er kurze Zeit später verstarb; es wird vermutet an gebrochenen Herzen. James war sehr beschämt über seine Sturheit und erbarmungslose Behandlung eines Mannes, der ihn persönlich nie verletzt hatte. Es rief auch die Entrüstung seines nachtragenden Onkels Heinrich VIII. hervor, der das bekannte Sprichwort zitierte -

"Eines Königs Gesicht
Sollte geben Gnade."

Da die beiden ältesten Söhne von Archibald-Bell-the-Cat bei Flodden gefallen waren, folgte nun sein Enkel Archibald Douglas, ältester Sohn von George, Master of Douglas, als sechster Earl of Angus in die familiäre Würde und Besitz. Er besass große persönliche Eigenschaften und zeigte Vollendetheit, doch laut Lord Dacre, "war er kindisch und fehlgelenkt durch unkluge Ratgeber", und daneben bewies er die charakteristischen Züge seiner Familie: gesetzlose Ambitionen und Verlangen nach Macht. Im Jahre 1514 heiratete er in indiskreter Hast Margaret, die Witwe James IV.; doch sein Enttäuschung darüber, trotz dieser Verbindung nicht die Regentschaft über das Land erhalten zu haben, zeigte offensichtlich, dass diese Heirat von seiner Seite nicht aus Zuneigung sondern nur aufgrund seiner eigenen Interessen erfolgte; mithin zeigte er sich als nachlässiger und untreuer Ehemann.

Der Duke of Albany wurde zum Regenten ernannt und zwang Angus und Margaret in England Zuflucht zu nehmen, wo sie eine Tochter bekamen, Lady Margaret Douglas, die später die Mutter des unglücklichen Darnley wurde. Angus verlies in sehr herzloser Art sein Weib, bevor sich diese vollständig erholt hatte und kehrte nach Schottland zurück um seine selbstsüchtigen Intrigen zu verfolgen. Sein skandalöses Verhalten gegenüber seiner Frau begann die Gefühle ihrerseits erkalten zu lassen und führte letztlich zur Scheidung vom Earl im Jahr 1525.

Nach der Abreise des Duke of Albany nach Frankreich 1516 wurde Angus als Mitglied des Regentschaftsrates bestellt und erlangte schon bald eine große Vormachtstellung im Königreich. 1520 versammelten sich die Hamiltons und andere mächtige Familien aus dem Westen in Edinburgh mit der Absicht den Earl dort zu ergreifen; doch sie wurden vernichtend geschlagen und aus der Stadt getrieben.

Doch im folgenden Jahr, nach der Rückkehr von Albany, wurde Angus gezwungen nach England zu flüchten und später nach Frankreich in ein freiwilliges Exil zu gehen. 1524 kehrte er nach Schottland zurück und wurde Kopf der englischen Partei der Adligen hier und hielt das Land durch sein energisches und gewalttätiges Vorgehen in einem Zustand der Unordnung, ja fast Anarchie. Er bemächtigte sich der Person des Königs und wurde in seinem vierzigsten Jahr Lord Kanzler und besetzte alle Ämter des Staates mit Mitgliedern oder Anhängern seines Hauses. Er erhob die Macht der Douglas zu einer solchen Höhe, dass sie sowohl die Unabhängigkeit der Krone und die Freiheit der Menschen gefährdete. Ein alter Chronist berichtet, "... dort getraute sich niemand das Gesetz gegen einen Douglas oder einen Douglasmann zu bemühen, weil er sicher sein konnte, dass Schlimmste durch die Klage zu erhalten. Und", fügte er hinzu, "obgleich Angus unter dem Anspruch des Bestrafens von Dieben, Räubern und Mördern durch das Land reiste, waren keine größeren Übeltäter als in seinem Gefolge."

Der junge König war begierig der Knechtschaft, in der er gehalten wurde, zu entkommen, aber Angus verhinderte erfolgreich zwei solcher Versuche - einen durch Sir Walter Scott of Buccleuch, nahe Melrose; der andere durch den Earl of Lennox bei Almond Bridge, nahe Linlithgow, bei dem, zum Kummer von James, der Earl das Leben verlor. Doch im Juli 1528 gelang die Flucht des Königs, verkleidet von Falkland Palace, wo er fast wie ein Gefangener gehalten worden war; er ritt nach Stirling Castle, das auf seinen Empfang schon vorbereitet war. Kurz danach wurde ein Parlament einberufen, dass Angus und seinen Bruder als Rebellen und Verräter deklarierte und ihren Besitz verwirkte. Dem König war es zwar nicht möglich die Burgen Tantallon und Douglas einzunehmen, doch wurden Angus und sein Bruder aus Schottland vertrieben und sie nahmen einmal mehr Zuflucht in England. Er erhielt von Heinrich VIII. eine Pension von 1.000 Mark und machte zu seiner Schande einige feindselige Einfälle über die Borders gegen seine eigenen Landsleute. Er blieb 15 Jahre im Exil und es war ihm nicht gestattet nach Schottland zurückzukehren bis nach dem Tode von James, als seine abnehmende Macht und der veränderte Stand der Parteien seine Anwesenheit der öffentlichen Ruge weniger gefährlich machte. Seine Ächtung und die seines Bruders wurden durch das Parlament aufgehoben und sie wurden 1543 in Besitz und Rang wiedereingesetzt.

Angus und sein schlauer Bruder, Sir George Douglas, taten alles was in ihrer Macht stand, um den Plan des englischen Königs seinen Sohn Prinz Edward mit der künftigen Königin Mary zu verheiraten, zu unterstützen und gaben ihm Ratschläge, wie es allmählich zum Erfolg werden würde. Doch Heinrichs eigenmächtige Veranlagung und sein heftiges Temperamemt duldeten kein Zögern und er marschierte in Schottland ein mit der Absicht den Menschen seinen Willen aufzuzwingen. In seiner Wut gegen die Schotten und im sicheren Glauben, dass er ihr Land erobern könne, wurde eine englische Streitmacht unter Sir Ralph Evers und Sir Brian Latoun geschickt, die die Borders mit Feuer und Schwert verwüsten sollte; Heinrich gewährte Evers alles Land, dass er in Merse, Teviotdale und Lauderdale, deren größter Teil den Douglasses gehörte, erobern könne. Angus schwur, dass "wenn Ralph Evers es wagen würde dies Land zu beanspruchen, er ihm eine Urkunde auf seine Haut mit scharfen Stift und blutiger Tinte ritzen würde." Er musste nicht lange auf die Gelegenheit warten, die seine Worte verwirklichen sollte. Evers, angespornt durch die versprochene Belohnung des Königs, machte einen zweiten Einfall in Schottland am Kopfe einer Streitmacht von 5.000 Mann und verwüstete die Borders mit beispielloser Brutalität. Die Engländer hatten zunächst das Kloster von Melrose zerstört und dann die Gräber der Douglasses, die sich in den Gängen des Kloster befanden, mutwillig verunstaltet. Angus sammelte seine Verwandten und Anhänger um diese Beleidigung zu rächen und verbündete sich mit Sir Walter Scott of Buccleuch und dessen Clan und Norman Lesly mit einem Trupp Männer aus Fife; er traf die Engländer auf einem Moor nahe dem Dorf Ancrum in Roxburghshire. Die Engländer wurden vernichtend geschlagen und verloren 800 Mann, unter diesen Sir Ralph Evers und Sir Brian Latoun; weitere 1.000 Mann wurden gefangengenommen.

König Heinrich war wütend, als er die Nachricht von dieser Niederlage erhielt, und besonders auf Angus. Er äußerte sich rachevoll ob dieser Undankbarkeit und Verrat. Der Earl antwortete den Drohungen des zornigen Monarchen in seiner charakteristischen Aussage, "Ist es nicht mein Recht, dass ich, als guter Schotte, mein verwüstetes Land und die Verunstaltung der Gräber meiner Vorfahren an Ralph Evers gerecht habe? Sie waren bessere Männer als er und ich war außerstande weniger zu tun. Und er will mein Leben nehmen dafür? Wenig weiß König Heinrich über die Skirts of Kirnetable (Kirnetable oder Cairntable ist ein Bergzug im Lande der Douglas. Ein afghanischer Häuptling antwortete einmal in einfachen Worten einer Drohung von Sir Henry Lawrence, dass er mit einer Armee in sein Gebiet marschieren würde, um seine Leute für die Ermordung eines britischen Reisenden zu bestrafen. "Die Straßen in meinen Land", sagte der Häuptling, "sind schlecht für Armeen.") Ich kann mich dort halten gegen die ganze englische Meute."

Angus Politik war bis zu seinem Ende selbstsüchtig, kurzsichtig und skrupellos. Er war beteiligt an dem niederträchtigen Projekt Kardinal Beaton zu ermorden. Dieser Plan war durch eine Anzahl von Adligen erdacht worden und fand den Beifall Heinrich VIII. Angus Bruder, Sir George Douglas, informierte Sadler in deutlichen Worten, dass "wenn der König des Kardinals Tod wünsche", würde sein Wunsch sich erfüllen, "wenn seine Gnaden eine gute Belohnung für die Tat versprechen könnte."

Der Earl kommandierte die Nachhut der schottischen Armee bei der katastrophalen Schlacht bei Pinkie. Er fügte dem englischen Warden, Lord Wharton, eine besondere Niederlage zu, als dieser im Februar 1548 in die Western Marches eingefallen war.

Während der Regentschaft von Mary of Guise, wie unter der Herrschaft von Albany und von Arran, war das Hauptbestreben Angus die Macht seiner Familie und seine Privilegien zu erhalten. Die Regentin versuchte einmal Besitz zu erlangen von einigen der starken Festungen im Königreich, um hier französische Truppen zu stationieren und sie warf auch ein Auge auf Tantallon, eine Feste der Douglas. "Die Regentin sagte", berichtet Godscroft, "sie wünsche von ihm Castle Tantallon, zu halten Wächter darin oder mit irgendeinem anderen Vorwand oder Verwendung. Zu diesem gab er keine direkte Antwort für einige Zeit, doch als er den Falken auf seiner Hand fütterte, sprach er von diesem als ein gieriger gled (der schottische Name für einen Falken). "Der Teufel steckt in diesem gierigen gled, wird sie niemals voll sein?" Doch als die Königin nicht verstand oder nicht bereit war zu verstehen, erzählte er ihr, "Ja, Madam, warum nicht? Es ist Euers, Ihr sollt es haben, es steht zu Euern Diensten; doch Madam, ich muss der Captain und Wächter sein. Ich werde es für Euch halten so gut wie jeder andere Mann." "Es wurde auch erzählt, wie die Königin-Regentin die Absicht hatte, den Earl of Huntly zum Duke, zum Herzog zu machen; woraufhin sie dies bei Angus ansprach, ihm von den guten Dienst erzählte den Huntly ihr geleistet und dass sie beabsichtige ihn zu fördern und zum Herzog zu machen. Zu diesem antwortete er, "Warum nicht, Madam? Wir sind glücklich eine solche Prinzessin zu haben, die erkennt und anerkennt eines Mannes Dienst und bereit ist ihn zu belohnen, doch, bei der Macht Gottes, (dies war sein Schwur wenn er ernst und zornig; zu anderen Zeiten schwor er bei Saint Bride of Douglas) wenn er ein Herzog ist, will ich ein Duke (Enterich) sein", anspielend auf das Wort Duke, welches in Schottland sowohl Ente bedeutet als auch den Adelsrang bezeichnet und da der Titel weiblich und der Enterich männlich, es bedeutet, dass er über und vor ihm stehen würde. ... So nahm sie Abstand von dieser Absicht."

Der Earl starb zu Castle Tantallon 1556. Sein einziger Sohn war vor ihm verstorben und so folgte ihm sein Neffe David Douglas, der die Familienehre und Besitz nur zwei Jahre hielt und im Jahr 1558 starb.

Sir George Douglas of Pittendriech war ein fähigerer Mann als sein Bruder, der sechste Earl, und hatte großen Einfluß auf ihn. Er war durch und durch skrupellos und verräterisch und hatte einen bedeutenen Anteil an der Intrige einiger Adliger mit dem englischen König. Sir George starb vor dem Earl und hinterließ zwei Söhne: David, der siebter Earl of Angus nach dem Tod seines Onkels wurde und James, Earl of Morton, der Regent von Schottland wurde.

Archibald Douglas, achter Earl of Angus, einziger Sohn von Earl David, war nur zwei Jahre alt, als er seinem Vater in Besitz und Titel folgte. Sein Charakter unterschied sich sehr von dem der meisten seiner Vorgänger, er wurde wegen seiner tugendhaften und liebenswürdigen Veranlagung der "Good Earl" genannt. Er hielt das Amt des Warden der Marches für einige Jahre und erfüllte seine Pflichten mit großerm Fleiß und steter Treue. Während der Regentschaft seines Onkels, des Earl of Morton, nahm er mit ihm Teil an der Belagerung von Hamilton Castle und dem Sturz der Hamilton-Familie. Nach der Hinrichtung Mortons 1581 zog Angus sich nach England zurück, der üblichen Zuflucht schottischer Exilanten. Er wurde ehrenhaft empfangen und gastfreundlich aufgenommen durch Königin Elisabeth und während seines Aufenthaltes in London verband ihn eine enge Kameradschaft mit Sir Philip Sydney. 1582 nach dem Überfall von Ruthven wurde es ihm gestattet zurückzukehren und er verband sich mit den Adligen, die sich zu dem Unternehmen versammelt hatten. Doch als der Earl of Arran seine Vormachtstellung über den König wiedererlangte, zog Angus sich über den Spey zur eigenen Sicherheit zurück. Auch war er in den Plan des Earl of Gowrie eingeweiht, die Person von James zu ergreifen im Jahre 1584; doch sein unvermutetes Zusammenbrechen in Folge der Gefangennahme des Earls und des Nähern von James am Kopfe einer starken Streitkraft bewirkte Angus und seine Gefolgsleute sich ein zweites Mal sich unter dem Schutz von Elisabeth zu stellen.

Bei der Parlamentssitzung am 22. August des gleichen Jahres, wurden Angus alle Rechte aberkannt und sein Besitz verwirkt. Obwohl er im Exil war, übte er großen Einfluß auf die schottischen Angelegenheiten aus; besonders widerwärtig war James und seinen Ratgebern seine Gegnerschaft zu den Versuchen des Königs die Presbyterianische Kirche durch eine kirchliche Regierung zu zerrütten und ein Plan wurde durch Arran und Montrose ausgemacht, den Earl zu ermorden. Doch die Person, die zu diesem ungesetzlichen Zwecke angemietet wurde, wurde in der Nähe von Newcastle, wo Angus lebte, entdeckt und brachte den Plan ans Tageslicht und verhinderte seine Durchführung. Angus kehrte 1585 mit anderen verbannten Lords, die auch von Arran vertrieben worden waren, nach Schottland zurück und erhielt die Aufhebung seiner Ächtung. Angus, nahe dem Ende seines Lebens, wurde das Amt des Kanzlers angeboten, was er jedoch ablehnte. Er starb 1588 und hinterließ keinen männlichen Erben.

Ihm folgte Sir William Douglas of Glenbervie als neunter Earl of Angus. Er war Sohn von Sir Archibald Douglas of Glenbervie, Enkel von Archibald-Bell-the-Cat, dem fünften Earl. James VI. versuchte die Grafschaft zu ergreifen und beantragte die gewährten Ländereien und die Titel zu reduzieren, doch wurde zugunsten von Sir William entschieden. Er hielt die Grafschaft für drei Jahre und ihm folgte sein ältester Sohn, William Douglas, zehnter Earl of Angus.

William war Katholik und störte, zusammen mit den Earls of Errol und Huntly, den Frieden des Landes und gefährdete seine Sicherheit durch ihre verräterischen Intrigen mit dem König von Spanien. Sie waren verwickelt in der Verschwörung der "Spanish Blanks", wie es genannt wurde in Folge der weißen Bögen Papier, die zum Schluß das Siegel und die Unterschrift katholischer Lords trugen und in dem Besitz von George Kerr gefunden wurden, einem Bruder des Abtes von Newbattle, der sich begeben hatte auf eine geheime Mission nach Spanien. Kerr gestand unter Folter die ganze Angelegenheit. Es scheint, dass der König von Spanien eine Armee von 40.000 Mann an der Westküste Schottlands landen wolle, wo sie sich mit den katholischen Lords und deren Streitmächten verbinden wollten. 15.000 Mann der Spanier sollten über die Borders marschieren und mithelfen einen Aufstand in England einzuleiten, während die übrigen mit Unterstützung der katholischen Fraktion die protestantische Kirche in Schottland stürzen sollten. Dieser niederträchtige Plan gegen die Unabhängigkeit des Landes und die nationale Religion wurde wiederholt durch die drei katholischen Lords erneuert; doch James, der nicht Willens war bis zum Äußersten gegen sie vorzugehen, zögerte mit der Verhängung von Strafen gegen sie. Diese, durch den König gezeigte, Milde schien sie nur im offenen Widerstand gegen die königliche Autorität zu bestärken. Sie wurden nach einiger Zeit als Hochverräter beschuldigt und als hartnäckige Papisten exkommuniziert; ihr Besitz und Titel wurden verwirkt. Der Earl of Argyll wurde beauftragt, sie mit Feuer und Schwert zu verfolgen. Huntly und Errol sammelten ihre Anhänger und schlugen die königliche Streitmacht am 3. Oktober 1594 bei Glenlivet.

Der König, empört und alarmiert wegen dieses Disasters, marschierte am Kopfe einer starken Armee nach Norden und verwüstete den Besitz der Aufrührer und zerstörte ihre Festungen. Angus war an der Schlacht von Glenlivet nicht beteiligt, doch teilte er das Schicksal seiner Kameraden und erbat des Königs Erlaubnis Schottland zu verlassen, die ihm unter der Bedingung gegeben wurde, dass er nicht ohne königliche Erlaubnis zurückkehren wird; noch während seines Exils irgendeinen Versuch machen würde, die protestantische Religion anzugreifen oder den Frieden und Unabhängigkeit seines eigenen Heimatlandes zu verletzen.

Er kehrte 1595 heimlich zurück und wurde geduldet in Schottland zu bleiben, auf seine Zusicherung, dass er von nun an sich wie ein treuer und friedvoller Mensch verhalten würde. Im folgenden Jahr wurde er förmlich "befreit" von dieser Fessel und zusammen mit der von Huntly und Errol wurde seine Exkommunizierung 1597 aufgehoben und sie zu der Kirche von Aberdeen begnadigt in Gegenwart einer großen Versammlung von Personen aller Stände. Später zog er sich auf den Kontinent zurück und starb am 3. März 1611 im fünfundsiebzigsten Lebensjahr in Paris.

Von dieser Zeit an, nahm der Einfluß dieses "großen alten Hauses"stetig ab. Ihr ausgedehnter Besitz blieb unbeeinträchtigt inmitten all der Wechselfälle des Bürgerkrieges und der jakobitischen Aufstände; doch die Häupter des Hauses waren nicht länger, wie in alten Zeiten, berühmt für ihre "besondere Männlichkeit, edle Vollendung und mächtigen Einfluß". Sie waren in der Tat liebenswürdige Menschen, bekannt für ihre fürstliche Gastfreundschaft und kultivierten Sinn, obgleich ohne die Ambitionen oder Fähigkeiten, die erforderlich einen Platz im Kabinett zu besetzen oder den "Applaus des Senates" zu erhalten.

William Douglas, elfter Earl of Angus, war Katholik wie sein Vater, der zehnte Earl, und ein eifriger Anhänger der königlichen Sache während des Bürgerkrieges. 1633 machte Charles I. ihn zum Marquis of Douglas und ernannte ihn zum Lieutenant der Borders.

Als die Angelegenheiten zwischen dem König und den Covenantern zur Krise kamen, eroberten die letzteren Tantallon und Douglas, die beiden Festungen des Martquis. Er schien selbst nicht zu den Waffen gegriffen zu haben bis zum Feldzug von Montrose 1645. Doch "die alten Zeiten ändern sich, alte Sitten gehen". Die früheren Representanten der Familie konnten 30.000 Mann ins Feld führen und jetzt folgte lediglich sein persönliches Gefolge der königlichen Standarte.

Er flüchtete von Philiphaugh zusammen mit Montrose und Lord Napier. Er wurde jedoch ergriffen und in Dumbarton Castle gefangengehalten. Er wurde letztlich für ein Lösegeld von 1.000 Pfund Sterling durch Cromwell`s Gesetz von Gnade und Vergebung freigesetzt.

Lange vor dem endgültigen Sturz der königlichen Sache in Schottland waren der Marquis und seine Frau, die eine Tochter des Marquis of Huntly war, Objekte einer Art kirchlicher Verfolgung durch die Lanark Presbyterianer. Der Pfarrhof sandte dann und wann Deputationen nach Douglas Castle, mit der Drohung von Exkommunizierung, wenn sie weiter ablehnten dem römisch-katholischen Glauben abzuschwören. Nach zahlreichen Besprechungen befahlen die Covanter der Marchioness die Gemeindekirche zu besuchen und zu gestatten, dass ihre Kinder in dem Prinzipien des Presbyterianischen Glaubens erzogen wurden; eine Bedingung die, so scheint es, zu einer vorläufigen Erleichterung von den Belästigungen des clerischen Hofes führte. Es dauerte sechs Jahre von "Verhandlungen" dass der Marquis dem Katholizismus abschwörte und den Covenant unterzeichnete. Diese Zeremonie wurde in der Gemeindekirche von Douglas unter großem Jubel der Presbyterianer und der Gemeinde durchgeführt. Lady Douglas behielt hartnäckig ihren geerbten Glauben bei und der Pfarrhof forderte in Folge dessen, dass sie und ihr Mann von ihren Kindern getrennt werden um sicher zu sein, dass diese in der protestantischen Religion aufwachsen. Es ist wahrscheinlich, dass diese Forderung den Marquis veranlasst hatte, der bisher ruhig in seinem Castle zu Douglas gelebt hatte, alle Vereinbarungen mit den Presbyterianern zu brechen und sich mit Montrose zu verbinden. Während der Gefangenschaft des Oberhauptes der Familie in Dumbarton erneuerte der Pfarrhof seine Verhandlungen mit der Marchioness, die gezwungen wurde vor ihm zu erscheinen in Überprüfungen hinsichtlich ihrer "Boshaftigkeit und hartnäckigen Beibehaltung ihres katholischen Glaubens."

Sie schien ihnen milde Worte gegeben und einige Bedingungen erfüllt zu haben, das sie für eine kleine Weile unbelästigt blieb. Doch ihre "vielfachen Worte der Milde und Geduld" zu ihr versagten die Lady aufzugeben ihren "Ungehorsam" und die Presbyterianer unternahmen Schritte zu ihrer Exkommunizierung und Trennung von den Kindern. Aus einem unbekannten Grund verzögerte sich ihre Absicht zu diesem beachtlichen Prozess, der in jenen Tagen gefolgt wurde durch die Verwirkung von Eigentum und von Gefangenschaft.

Nach einiger Zeit fand es der Marquis erforderlich seinen Frieden mit der herrschenden Macht zu tätigen; die ihm hierfür eine Geldbuße von 50.000 Mark auferlegten; und zu Beginn des Jahres 1647 erschien er vor den Lanark Presbyterianern um seine tiefe Reue für die Verletzung des Covenant auszudrücken sowie sein Versprechen, von nun an ihn treu einzuhalten. Die Hälfte der Geldstrafe wurde ihm erlassen und er wurde aus seiner langen Gefangenschaft entlassen. Doch die Presbyterianer waren nicht befriedigt und er wurde gezwungen zuzustimmen, dass seine Kinder durch den Pfarrer der Gemeinde und einem Tutor, der durch den Hof gebilligt wurde, erzogen werden. Der Widerwille, mit dem sich seine Lordschaft diesen Beschränkungen stellte, war schnell sichtbar, als seine Peiniger erfuhren, dass er vereinbart hatte seinen jüngsten Sohn nach Frankreich zu senden. Sie erneuerten ihre Deputationen und ihre Forderungen und der Peer und seine Frau waren gleich beharrlich in dem Festhalten an ihrem eigenen Glauben, obgleich sie ihre Bereitschaft erklärten, die Presbyterianer zu akzeptieren. Zuletzt war die Geduld der aufrichtigen und eifrigen aber intoleranten Brüder erschöpft und im Oktober 1648, als die Covenanter in Schottland herrschten und alle Opposition zerschlagen war, ordneten sie endgültig an, sollte eine sofortige Befriedigung scheitern, dass seine Lordschaft zusammen mit der Lady "exkommuniziert" werden. Der Marquis erschien vor ihnen um zu verantworten, "das Nichthaltens seines Sohnes an der Schule mit einem Pädagogen, der durch die Presbyterianer gebilligt; wegen dem Nichtüberbringen seiner Tochter zu einigen protestantischen Freunden unter der Zustimmung der Presbyterianer; wegen dem Nichtvorhalten eines ausreichenden Kaplans; wegen dem Nichtheimrufen seines Sohnes aus Frankreich und zuletzt wegen der schweren Unterdrückung seiner Pächter." Zu all diesen Punkten war er gezwungen Erklärungen und Konzessionen zu machen. Kurze Zeit später erbat er von den Presbyterianern die Erlaubnis seinen Sohn von der Schule in Glasgow zu der nach Lanark zu bringen; ausdrückend seinen Willen, sollte sein Ersuchen gewährt werden, dass "er nicht heim kommen solle zu den Eltern, außer die Presbyterianer gestatten es."

Zu der Zeit, ungeachtete der bekundeten Unterwerfung des Marquis und seiner Frau, fühlten die Mitglieder des Pfarrhofes offensichtlich, dass diese allenfalls zum bloßen Anschein eines Art presbyterianischen Betens gebracht hatten; während sie immer nicht stark der römisch-katholischen Kirche verbunden waren. Aber sie waren nicht wenige entschlossen sie zum Bekenntnis zu der protestantischen Kirche zu zwingen.

Am 9. März 1650 wurden zwei Mitglieder des Presbyterianer mit der Aufgabe gesandt, über Lady Douglas die Strafe der Exkommunizierung zu verhängen, es sei denn, sie würde ihre Verbundenheit zum herrschenden System der Religion erklären. Zur gleichen Zeit, mit einer beinahe unbegreiflichen Schiefheit von moralischer Sicht und mutwilliger Blindheit für den wirklichen Charakter ihrer Verhandlungen mit der Lady, erinnerten sie sie scharf "welch schreckliche Sünde es wäre, mit Ausflüchten oder geistiger Enthaltung zu schwören." Die Marchioness, sehr gut das Ergebnis kennend, sollte sie abweisen "vollen Gehorsam und Zufriedenheit mit der Kirche", erklärte, dass "sie keine weiteren Zweifel hatte", und äußerte ihren Willen, auf die Anfrage einer der Pfarrer, ihren Beitritt zum Covenant vor der versammelten Gemeinde in der Kirche zu erklären. In den Worten des Berichts an die Presbyterianer, "Nachdem er (der Pfarrer) den Solemn League und den Covenant gelesen hatte, bat er sie die Hand zu heben und im Namen Gottes zu schwören, dass sie, gemäß ihren Kräften alle Artikel hiervon einhalten werde"; sie tat so und nach dem Gottesdienst wünschte er, dass "sie am Tische zustimmen solle dem Covenant und vor den Pfarrern und den Ältesten schritt sie an den Tisch und vollendete ihre Zustimmung." Den wahren Wert dieser Handlung sowie die schockierende Lästerlichkeit dieser feierlichen Zeremonie wurde schnell gezeigt von den Männern, die ihre Augen in mutwilliger Blindheit geschlossen hielten. Am gleichen Tag, als die beiden Pfarrer den Presbyterianern ihr Vorgehen mit der Marchioness of Douglas berichtete, hörte der "Hof", dass der Marquis of Douglas und seine Frau eine ihrer Töchter nach Frankreich gesandt hatten, zu einer popischen Dame, die sie erziehen solle in Papismus, und dies ohne Kenntnis und ohne Zustimmung der Presbyterianer. Es mag gewichtige Gründe zu dieser Zeit gegeben haben, warum die Kinder des Adels für ihre Erziehung nicht sollten nach Frankreich gesandt werden, doch der unbegründete und tyrannische Charakter der anderen Forderungen der Presbyterianer und besonders ihre beharrlichen Versuche, so beschrieben in ihren eigenen Büchern, den Marquis und seine Frau zu zwingen ein heuchlerisches Bekenntnis von ihrem Glauben ab zu tätigen, welches sie, in ihren Herzen, verleugneten, und zeigt, wie wenig die Prinzipien von Toleranz wurden verstanden und gehandelt durch beide Parteien in diesen unruhigen Zeiten (siehe Bericht der Presbyterianer von Lanark. Die Mitglieder der Lanark Presbyterianer würden ohne Zweifel die Vorstellung ablehnen, dass es keine Rettung gäbe, die nicht zu ihrer Kirche gehörten; doch es kann keinen Zweifel geben, dass sie glaubten, dass diese, wenn sie beibehielten ihren römisch-katholischen Glauben, sie würden verloren sein. Sie würden aufrichtig übereinstimmen mit der Stellungnahme von Thomas Carlyle an einige irische Katholiken, die zu ihm sprachen von der Intoleranz einiger Schotten gegen die Katholiken, "Warum? Wie könnten sie anders handeln? Wenn einer seinen Kameraden sieht, wie dieser folgt einem verdammungswürdigen Schrecken in dessen Fortsetzung der Teufel wäre sicher ihn zu bekommen zu letzt und ihn braten in ewigen Feuer und Schwefel, können sie lassen ihn gehen in solch ein Verderben? Oder werded ihr nicht vielmehr alle Mittel anwenden in zu schützen?" - Briefe und Erinnerungen von Jane Welsh Carlyle, Seite 308). In seinem Charakter schien der Marquis einer der besten seiner Familie zu sein. Er residierte gewöhnlich in Castle Douglas, wo er schottische Größe und Gastfreundschaft hoch hielt und einen zahlreicheren Haushalt unterhielt als irgendein anderer Edelmann im Königreich. Der Marquis verstarb im Februar 1660. Er war zweimal verheiratet; zuerst mit der einzigen Tochter von Claud Hamilton, Lord Paisley und zum zweiten mit der dritten Tochter des ersten Marquis of Huntly.

Sein ältester Sohn, aus der ersten Ehe, wurde Earl of Angus und nahm aktiv Anteil an den öffentlichen Angelegenheiten; fungierte als Oberster Kammerdiener bei der Krönung Charles II. am 1. Januar 1651. Er wurde mit eintausend Pfund Sterling Lösegeld durch Cromwells Akt von Gnade und Pardon belegt. Er starb am 15. Januar 1655 vor seinem Vater. Sein ältester Sohn folgte als zweiter Marquis of Douglas. William, der zweite Sohn des Marquis wurde Earl of Selkirk und durch seine Heirat mit Anne, Herzogin von Hamilton, wurde er Duke of Hamilton. George, sein dritter Sohn, wurde Earl of Dumbarton im Jahr 1675.

James, zweiter Marquis of Douglas, folgte seinem Großvater 1660 und starb 1700, im Alter von 45 Jahren. Der Verfall in den Katholizismus schien sich auf den ersten Marquis beschränkt zu haben. Der Earl of Angus musste ein strenger Presbyterianer sein, da er sich erhoben hatte in die gläubigste Klasse der Covenanter, in einem Infanterieregiment, dass auch nach dem Verfall von zwei Jahrhunderten bekannt ist unter dem Namen Camerionaner Regiment. (Das Regiment hatte einen besonderen Charakter. Es setzte voraus, dass seine Offiziere ausschließlich Männer sein sollten, deren "Gewissen" man sich beugen konnte. Alexander Shields, ein Feldprediger, war ihr Kaplan und ein Ältester wurde für jede Kompanie ernannt, so dass das Regiment unter der gleichen religiösen und moralischen Disziplin wie eine Gemeinde war. Die Bibel war Ausstattung eines jeden - eine Vorschrift, die dann und für eine lange Zeit danach, sonderbar war. Als der junge Earl of Angus zum Colonel dieses besonderen Regiments ernannt wurde, war William Cleland Lieutenant-Colonelcy, ein Mann von poetischem Genie und Tapferkeit, der für die "gute alte Sache" bei der Bothwell Brig gekämpft hatte. Er fiel bei Dunkeld.)

Bei Dunkeld, wo sie siergreich waren, obgleich sie durch eine überwältigende Überzahl angegriffen wurden, entfalteten sie zum ersten Mal ihre Farben im Angesicht des Gegners, und die sie seitdem stolz in jedem Teil der Welt getragen haben und welche nun verziert sind mit der Sphinx und dem Drachen, Zeichen ihrer mutigen Taten in Ägypten und in China. Sie kämpften mit verzweifelter Tapferkeit in der Schlacht von Steinkirk im August 1692, wo ihr ritterlicher Colonel, der Earl of Angus in seinem 21. Lebensjahr getötet wurde.

Sein Halbbruder William starb in früher Kindheit und sein jüngerer Bruder Archibald Douglas wurde dritter Marquis of Douglas. Er wurde 1694 geboren, folgte seinem Großvater im Jahr 1700 und wurde 1703 Duke of Douglas, in Berücksichtigung seiner edlen Abstammung und den berühmten Diensten seiner Vorfahren. Seine Gnaden diente als Freiwilliger unter dem Duke of Argyll während des Jakobiten-Aufstandes 1715 und war beteiligt in der Schlacht von Sheriffmuir. Unglücklicherweise war er eine Person von schwachen Intellekt und schien auch plötzlichen Ausbrüchen von Leidenschaften unterworfen. Er nahm keinen Anteil an öffentlichen Angelegenheiten wie es sich seinem Rang geziemt hätte und es wurde behauptet, dass er seine Zeit in gemeinen Vergnügungen verbracht habe und nicht immer in ausgesuchter Gesellschaft. In den Zeitungen der Zeit wird erwähnt, dass er ein Duell an einem Sonntagabend focht, in dessen Verlauf, er und sein Gegner, der Earl of Dalkeith, verwundet wurden.

Unter seinen Gästen befand sich auch ein junger Mann namens Kerr, ein natürlicher Sohn von Lord John Kerr, Bruder des Marquis of Lothian und der Witwe Countess of Angus, der Mutter des Duke. Dieser Jugendliche, der dementsprechend auch Cousin des Duke war, strebte nach der Hand von Seiner Gnaden`s einziger Schwester, Lady Jane Douglas; es wird auch behauptet, dass er mit dem Duke über dessen Gesellschaft mit einer gemeinen Person aus dem Dorf Douglas stritt. Eingegeben durch diesen Kerl, stahl sich der Duke des Nachts in das Zimmer des schlafenden Mr. Kerr und erschoß diesen. Es wird gesagt, dass Seine Gnaden überwältigt vor Schrecken war, ob der Tat die er begangen. Keine Zeit wurde verloren ihn nach Holland zu senden, wo er blieb, bis er sicher nach Schottland zurückkehren konnte. Die Angelegenheit wurde vertuscht und von der staatlichen Gewalt keine Schritte unternommen, den Mörder vor Gericht zu bringen.

Es ist ungewiß, wann der Duke nach Schottland zurückkehrte und wenig oder nichts ist bekannt von seinem Leben bis zu seiner Hochzeit, mehr als dreißig Jahre nach diesem Ereignis. Im Jahre 1758, als Seine Gnaden um die sechzig war, heiratete er Margaret, die Tochter von James Douglas of Mains, Dumbartshire, die gefeiert war wegen ihres Esprit`s und Schönheit und nicht weniger für die Freiheit ihrer Sprache und Taten.

Dr. Carlyle of Musselburgh, der diese Dame im Jahr 1745 traf und mit ihr und einigen anderen Damen und Herren einen Ausflug von Glasgow aus unternahm, erzählte, "Als wir nach Hamilton kamen, bat sie uns eine Boten zu dem Pfarrer einer benachtbarten Gemeinde zu senden, zu einem gewissen Mr. Thomas Clelland. Er traf zu uns, als wir die romantischen Gärten von Barncluith besichtigten. Thomas Clelland war ein gutaussehender kleiner Mann, doch sein Haar war schon grau, zu welchem Margaret bemerkte (wie es ihre Art war), dass er auf einem schönen Weg wäre ein alter Junggeselle zu werden, wenn sie die zunehmenden Anzeichen des Alters bemerke, seit sie ihn vor einem Jahr zuletzt gesehen. Nachdem er geduldig die Effekte ihres Witzes ertragen hatte, sagte er, "Margaret, ihr wißt das ich der Meister des gemeindlichen Registers bin, in der euer Alter ist berichtet und dass ich daher weiß, wann ihr mit Recht ein altes Mädel genannt werden dürft, trotz eures jugendlichen Flairs." Was belastet mich, Tom?", sagte sie, "Ich habe geschworen die erzogin von Douglas zu werden oder nie ein Hochzeitsbett zu besteigen." Sie erfüllte ihre Absicht gut. Als sie ihre Vorhersage im Scherz äußerte war sie über vierzig. Ihre Prophezeihung wurde einige Jahre später erfüllt."

Viele Geschichten wurden über ihre Gnaden breiten Humor und ihre Freiheit ihrer Sprache erzählt. Dr. Johnsohn der sie bei einem Essen in Boswell House in Edinburgh 1773, dem Jahr vor ihrem Tod, traf, beschrieb sie als eine "alte Dame, die ein so breites Schottisch mit einer paralytischen Stimme spricht, dass sie kaum von ihren Landsleuten verstanden wird." "Hätte der Doktor sie einige Jahre zuvor gesehen", bemerkte Robert Chalmer, "als sie im Besitz ihrer ganzen Kraft; er würde sie ausgestattet gefunden haben mit der größten Komik und rauesten Witz, der ausgesprochen im breitesten Schottisch unter dem Mantel einer Herzogin." Sie überlebte ihren Ehemann um zwölf Jahre.

Der Herzog hatte eine Schwester, Lady Jane Douglas, deren Leben zumeist unglücklich verlief; hauptsächlich aber denkwürdig wegen ihrer Verbindung mit dem Douglas-Fall. Sie war eine der bestaussehendsten und vollendetsten Frauen ihrer Zeit; doch ihr Schicksal war unglücklich ruiniert durch den Bruch ihrer Verbindung mit dem Earl of Dalkeith, dem späteren Duke of Buccleuch. Von dieser Zeit an wies sie beharrlich alle Heiratsangebote zurück bis sie das Alter von 48 Jahren erreicht hatte und heiratete dann, im Juni 1746, heimlich Mr. John Stewart, dem zweiten Sohn von Sir Thomas Stewart of Grantully.

Mr. Stewart hatte keinen Besitz oder Beruf oder Einkommen und die ganzen Ressourcen des Paares bestanden aus 300 Pfund jährlich, die Lady Jane von ihrem Bruder dem Duke erhielt, der aber wegen ihrer heimlichen Vermählung nicht gut auf sie zu sprechen war. Umgehend nach ihrer Verbindung gingen Mr. Stewart und Lady Jane ins Ausland und lebten hauptsächlich in Frankreich von 1746 bis Ende 1749.

Bei ihrer Rückkehr nach England brachten sie zwei männliche Kinder mit, von denen sie behaupteten, das Lady Jane diese in Paris im Juli 1748, in ihrem 51. Lebensjahr, geboren hatte.

Ihr Bruder, der Duke, hatte den Zuschuss eingestellt, als ihre Hochzeit im Sommer 1749 öffentlich bekannt wurde und sie waren in der Folge in großer finanzieller Not. Mr. Stewart war zudem tief verschuldet und seine Gläubiger warfen ihn deshalb ins Gefängnis. In dieser bedauernswerten Situation erreichten einige der alten Freunde von Lady Jane, dass die Regierung ihnen eine Pension von 300 Pfund jährlich zusprach. Doch dieser Segen scheiterte, das elende Paar zu erlösen und Lady Jane war mehr als einmal genötigt, ihre Kleider zu verkaufen um ihren Ehemann zu unterstützen, der sich immer noch im King`s Bench Gefängnis in Southwark befand.

1752 besuchte sie Schottland und versuchte eine Versöhnung mit ihrem Bruder zu erreichen, doch er lehnte es ab, sie auch nur zu sehen. Sie kehrte wieder nach London zurück, die beiden Kinder unter der Aufsicht einer Dame, die sie und ihren Mann schon auf dem Kontinent begleitet hatte, in Edinburgh lassend. Der jüngere der beiden, Sholto Thomas Stewart starb 1753 und kurz danach kehrte Lady Jane nach Edinburgh zurück und machte einen weiteren fruchtlosen Versuch sich mit ihrem Bruder zu versöhnen. Ihre Gesundheit war nun völlig niedergebrochen und im folgenden November starb die unglückliche Dame in Edinburgh, mittellos auch von den gewöhnlichsten Notwendigkeiten des Lebens und wurde beigesetzt in der Chape Royal zu Holyrood.

Nach dem Tod von Lady Jane wurde Archibald, der Überlebende der beiden Kinder von Lady Shaw, die sein mittelloser Zustand dauerte, unterstützt und erzogen. Im Jahr 1759, als Archibald elf Jahre alt war, gelangte Mr. Stewart durch den Tod seines Bruders an den Familienbesitz und die Baronie und gewährte zu Gunsten Archibald in Höhe von 2.500 Pfund, bezeichnend ihn in diesem Dokument als seinen eigenen Sohn mit Lady Jane Douglas.

Der Herzog von Douglas, tatsächlich, setzte hartnäckig seine Zurückweisung fort den Jungen als seinen Neffen anzuerkennen. Doch die Herzogin war sehr tätig in seinem Namen und seiner Sache, dass es zu einemStreit zwischen ihr und dem Duke führte und auch zu einer Trennung, die allerdings nicht von großer Dauer war.

1754 erließ der Herzog eine Abmachung, die seinen Besitz dem Duke of Hamilton verschrieb und 1757 erließ er eine zweite urkunde zugunsten des gleichen Erben, in welcher er seine Absicht erklärte, dass der Sohn seiner Schwester in keinem Fall seinen Besitz erben solle. Doch im Jahre 1760 widerrief der Herzog diese Verfügungen und nahm sie zurück. Im Sommer 1761 war Seine Gnaden schwer krank und glaubte, dass sein Ende nahe. Am 11. Juli verfügte er seine Erbe väterlicherseits zu Lord Douglas Hamilton, dem Bruder des Duke of Hamilton. Am gleichen Tag erließ er eine weitere Bestimmung, in der er die Herzogin von Douglas, den Duke of Queensbury und andere Personen als Lehrer von Archibald Douglas oder Stewart, Sohn seiner verstorbenen Schwester, welcher ihm in seinen Besitz folgen sollte.

Nach dem Tod des Duke`s am 21. Juli erlosch das Herzogtum von Douglas; doch die anderen Titel seines großen alten Hauses gingen an den Duke of Hamilton. Die Behüter des jungen Stewart`s unternahmen die üblichen Schritte um ihn in den Besitz des Douglas Eigentums zu bringen und er war der geschworene Erbe des verstorbenen Herzog`s vor einem Gericht, gemäß den Formvorschriften des schottischen Rechts. Die Vertreter des Duke of Hamilton, der gleichfalls noch ein Kind war, waren nicht überzeugt durch die dem Gericht vorgelegten Beweise, dass Archibald Stewart wirklich der Sohn von Lady Jane Douglas war und ein Mr. Andrew Stuart, einer der Hüter des Duke of Hamilton, wurde nach Paris gesandt mit der Absicht, die Stellungnahmen zu überprüfen, die zu diesem Punkt erfolgt waren.

Die Entdeckungen, die Stuart dort machte, waren nach seiner Ansicht und der der anderen Vertreter ausreichend, die Schlußfolgerung zu ziehen, dass Lady Jane`s Geburt von zwei Kindern reine Fiktion wäre. Ein Verfahren wurde deshalb umgehend eingeleitet vor dem höchsten Gerichtshof um Stewart`s Anspruch auf den Besitz von Douglas beiseite zu räumen. Zur Unterstützung des Stewart Anspruches wurde ausgeführt -

1. Die Aussage unter Eid einiger Zeugen, die Lady Jane mit ihren Kindern bei Aix-la-Chapelle und anderen Plätzen gesehen hatten.
2. Die Aussage von Mrs. Hewit, die Lady Jane nach Paris begleitet hatte, dass sie am 10. Juli 1748 in Paris Zwillinge gebar.
3. Die Aussage unter Eid von anderen Zeugen, dass der Antragssteller das Kind von Lady Jane und ihrem Ehemann sei.
4. Eine Anzahl von Briefwechseln zwischen Sir John Stewart, Lady Jane Douglas, Mrs. Hewit und anderen betreffen die Geburt des Antragsstellers.
5. Vier Briefe, die von Pierre la Marre stammen sollen, von dem behauptet wird, der Arzt gewesen zu sein, der Lady Jane bei ihrer Niederkunft amtierte.

Desweiteren war eine feierliche Erklärung von Sir John Stewart beigefügt, angefertigt einige Tage vor seinem Tod im Juni 1764 in der Gegenwart von zwei Pfarrern und einem Friedensrichter, bejahend das Archibald Stewart und sein Zwillingsbruder beide aus dem Leibe Lady Jane`s, seiner rechtmäßigen Ehefrau, geboren wurden im Jahre 1748. Mrs. Hewit, die der Mittäterschaft in dem Betrug beschuldigt wurde, starb während der Verhandlung und erklärte bis zuletzt beharrlich, dass die Geburt des Kindes war wahr.

Auf der Gegenseite wurde durch die Vertreter des Duke of Hamilton dargelegt:

1. Das Lady Jane nicht am 10. Juni 1748 eine Geburt hatte durch den Beweis verschiedener Briefe, geschrieben von ihrem Ehemann und Mrs. Hewit über den 10., 11. und 22. des Monats.
2. Das Lady Jane nicht gebärte in dem Hause einer Madame la Brune, wie behauptet wurde, noch in der Gegenwart einer Madame la Brune und ihrer Tochter. Verschiedene Umstände wurden hinzugefügt, dass solche Personen wie die Madame la Brune oder ihre Tochter jemals existierten.
3. Das Lady Jane Douglas nicht am 10. Juli oder in dem Haus einer Madam la Brune gebären konnte, weil zu diesem Datum und einige Tage zuvor und später dem 10. Juli Lady Jane, ihr Ehemann und Mrs. Hewit im Hotel de Chalons residierten, welches geführt durch Mons. Godefroi, der bestätigte, dass Lady
Jane nicht gebärte und auch offensichtlich nicht bevorstand nach den Aussagen von Mons. und Madame Godefroi, so gut wie durch das "Kostenbuch" und "Hauptbuch".
4. Großer Druck wurde gelegt über die bewußte Verheimlichung beobachtet zu Paris im Juli 1748, als Sir John und Lady Jane mit ihrer Vertrauten Mrs. Hewit, trugen mit sich von Paris nach Reims ein Kind und auf ihrer Wiederholung von der gleichen Verheimlichung bei ihrer Rückkehr nach Paris im November 1749, als die gleichen drei Personen ein zweites Kind von Paris nach Reims brachten.
5. Beweise wurden vorgelegt, dass zu Paris im Monat Juli 1748 ein kürzlich geborenes männliches Kind geboren wurde von Eltern mit dem Namen Mignon und dass im Monat November 1749 ein anderes männliches Kind, geboren 1748, in gleicher Weise von seinen Eltern mit Namen Sanry genommen wurde. Es wurde beteuert, dass diese beiden Kinder unter Lüge fortgebracht wurden von ihren Eltern durch die Personen Sir John Stewart, Lady Jane Douglas und Mrs. Hewit. Es wurde auch versichert, dass solche Personen wie Pierre la Marre, der Arzt, nicht existierte und dass die Briefe, die von ihm stammen sollten, eine Fälschung waren. Eine Auswahl weiterer Sachverhalte in Bestätigung dieser Stellungnahmen wurden aufgerufen. Am 21. des Monats 1748 verließen Lady Jane und ihr Ehemann Aix-la-Chapelle, wo sie über ein Jahr gewohnt hatten und gaben widersprüchliche und unwahre Gründe für dieses Handeln an. Sie blieben für einige Zeit in Lüttich und Sedan und begaben sich dann nach Reims, die ganze Zeit reisend in einer Postkutsche. In Reims blieben sie einen Monat und gingen dann nach Paris, hinter sich lassen zwei weibliche Dienerinnen und nur noch begleitet von Mrs. Hewit. Die Begründung für das Zurücklassen der Dienerinnen in Reims, war fehlendes Geld sie mit nach Paris zu nehmen, welches sich als unwahr erwies; der Grund, angegeben durch Lady Jane, für das Unternehmen dieser langen und ermüdenden Reise zu einer Zeit, als sie bereits weit fortgeschritten in ihrer Schwangerschaft sein musste, war, dass die Ärzte in Reims ungeschickt waren. Am neunten Tag nach ihrer Geburt erschienen ihr Ehemann und sie im Hotel d`Anjou, ohne Kindermädchen noch Kind. Am nächsten Tag gingen sie aufs Land und kehrten mit einem Kind und einem Kindermädchen zurück; das Kind sah älter aus als das der Geburt zugewiesene Datum und fast zu Tode verhungert nach Milch; das Kindermädchen eine arme elende Kreatur, amtlich gebrandmarkt als eine Diebin, die keine Milch hatte um sie dem Kind zu geben. Es war zu dieser Zeit, dass der Sohn des Bauern Mignon verschwand. Um den anderen Jungen zu betrachten; versicherte Sir John, dass er so schwach und kränklich gewesen, dass der Arzt ihn sobald er geboren war taufte, und sie ihn der Obhut einer Frau überließen, die sie nicht kannten sowie dem Schutz Pierre la Marre, dessen Aufenthaltsort sie nicht kannten. Sie gaben auch zu für einen Monat lang keine Erkundigung nach dem Kind gemacht zu haben.

Großer Druck lag auf den Richtern zu Ungunsten den Ansprüchen des jungen Stewart wegen der zahlreichen Widersprüche in den Erklärungen von Lady Jane und ihrem Ehemann und der Tatsache, dass einige ihrer Stellungnahmen sich als falsch erwiesen. Der Fall erregte nicht nur in Schottland und England ein außerordentliches Interesse, auch überall auf dem Kontinent und es war wahrscheinlich der bemerkenswerteste Fall dieser Art der jemals prozessiert wurde.

In Schottland waren die Leute in zwei feindliche Gruppen geteilt, die die Frage mit viel Schroffheit und Eifer diskutierten, als wenn das Schicksal des Königreiches von seinem Ausgang abhing. Die öffentliche Meinung lief stark zu Gunsten des jungen Stewart, da die Hamilton Familie zu der Zeit in einem schlechten Ruf stand.

Der Fall kam zum Urteil vor dem obersten Gerichtshof am 7. Juli 1767 und die Gründe wurden als so bedeutend erachtet, dass die fünfzehn Richter nicht weniger als acht Tage in Anspruch nahmen ihre Meinung bekannt zu geben. Das Ergebnis war acht Richter, einschließlich des Lord Präsidenten und des Lord Richter Clerk zu Gunsten des Duke of Hamilton stimmten und die anderen sieben für Stewart.

Diese Entscheidung wurde durch das House of Lords widerrufen, es wird behauptet eher aus politischen als aus rechtlichen Gründen; doch das Urteil ihrer Lordschaften wurde nicht bestätigt durch die öffentliche Meinung in späteren Zeiten.

In seinem eigenen Gebiet war die allgemeine Ansicht, dass Mr. Stewart sehr ähnelte einem Franzosen in seinem persönlichen Erscheinungsbild und es ist eine wichtige Tatsache, dass als Lord Shelbourne ihn traf, dieser die gleiche Auffassung teilte. Sei es wie es sei, niemand kann daran zweifeln, dass aus ökonomischen und sozialen Gründen es besser für das Land war, dass der Besitz der Douglas dem jungen Stewart gegeben wurde, ob er nun der Sohn Lady Jane Douglas oder der eines französischen Bauern war, als dass dieser verschmolzen wäre mit den ausgedehnten Gütern des Hauses Hamilton. Der glückliche Jugendliche erwies sich als ein natürlicher Edelmann; beispielhaft in all seinen Beziehungen im Leben, Öffentlichkeit und Privatsphäre - ein modelhafter Gastgeber, großzügig und gastfreundlich zu seinen Nachbarn und anderen und besonders angesehen und beliebt wegen seiner Freundlichkeit zu den Armen.

George III. erhob ihn in den Peerstand durch den Titel Baron Douglas; doch obwohl er ein Anhänger der Tory-Regierung war, schien er keinen bedeutenden Anteil in den politischen Angelegenheiten seiner Zeit gehabt zu haben. Er war zweimal verheiratet. Zunächst mit Lucy Graham, Tochter des zweiten Duke of Montrose und beim zweitenmal mit Francis Scott, Schwester des dritten Duke of Buccleuch. Sie gebaren ihm sieben Söhne und vier Töchter, von denen alle außer zwei Söhnen die Reife erreichten. Vier seiner Söhne starben unverheiratet und ein fünfter hinterließ keine Familie. Zwei seiner Söhne von seiner ersten Frau, Archibald und Charles, wurden der zweite und der dritte Lord Douglas. James, der Sohn von seiner zweiten Frau, war im heiligen Amt und nach seinem Tod ohne Nachkommen erlosch der Titel 1857. Jane Margaret, die älteste Tochter des ersten Lord Douglas, heiratete Henry James, Lord Montague, Brudes des zweiten Duke of Buccleuch und schenkte ihm vier Töchter, aber keinen Sohn. Ihre älteste Tochter wurde die Frau von Cospatrick, elfter Earl of Home, der 1875 als Baron Douglas of Douglas in den Peerstand des Vereinigten Königreiches erhoben wurde. Sie gebar ihm sechs Söhne und drei Töchter. Beim Tode ihrer Mutter erbte die Countess den Douglas Besitz, der nun in der Hand ihres Sohnes Charles Alexander, des zwölften Earl of Home und zweiten Baron Douglas der neuen Würde ist. Es ist interessant zu bemerken, dass ungeachtet der Verwirkungen und Wechselfällen, die die Familie erlebt hatte, ein großer Teil des Besitzes verbunden ist mit der Geschichte des alten Hauses Douglas noch im Besitz des jetzigen Lord Douglas ist. Die beträchtlichen Gebiete in Galloway, die den Schwarzen Douglas gehörten und ihre Ländereien in Liddesdale wurden unter den Borderclans aufgeteilt, die zu ihrem Sturz beigetragen hatten; Lord Hamilton erhielt einen Großteil ihres Besitzes in Clydesdale. Hermitage Castle, zu einer Zeit ihre Hauptfeste, wurde von Archibald-Bell-the-Cat übergeben und gehört nun dem Duke of Buccleuch. Tantallon Castle, welches er im Austausch erhielt, ging in die Hände der Dalrymple`s. Aber Douglasdale, die Wiege des Hauses, mit den Resten seines berühmten Castle gehört noch zu der Familie, zusammen mit Bothwell, duftend noch von den Erinnerungen der Unabhängigkeitskriege und von Archibald dem Grimmigen, dessen Tochter dort in der Collegiate Church den unglücklichen Duke of Rothesay heiratete; und Linthaugh, nahe Jedburgh, das Geschenk König Robert Bruce an seinen vertrauten Waffenkameraden, den "Guten Lord James", als Belohnung von einem seiner glorreichsten Siege. Der Berwickshirebesitz, auch von den Black Douglas, bringt nun 7.000 Pfund im Jahr und der Angusbesitz der Red Douglas (Wert 7.356 Pfund jährlich), gehört dem Earl of Home - insgesamt, nach dem Domesday Book, erstreckt sich auf 90.336 Acre mit einer Pacht von 47.721 Pfund im Jahr.


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